Die ersten Schritte im Webdesign sind gemacht

Meine neue Webseite hat bereits einige Inhalte. Ich habe alle Unterseiten mit den wichtigsten Textinhalten gefüllt und neun Blogartikel veröffentlicht. Damit habe ich den wichtigsten Schritt der Content First Strategie eingehalten. Hurra! Jetzt darf ich endlich an das Webdesign!

Mein Logo war die erste Grafische Komponente, die auf der neuen Webseite für einen Kleks Farbe sorgen durfte.

Als zweiten Schritt habe ich einen dezenten Hintergrund im Concrete-Design (auf deutsch schlicht Beton) gewählt, der einen guten Kontrast zu den Inhalten bietet und mit meinem Logo harmoniert.

Aktuell Arbeite ich an den grafischen Aufmachern für meine Blogartikel. Obwohl viele Blogartikel auch ohne eine Grafik auskommen würden, finde ich es wichtig, eine grafische Komponente in die Header und Blog-Grids einzubringen. Ich selbst bin ein Überflieger, neudeutsch Scanner. Bevor es ein wirklich guter Artikel schafft, mich in seinen Bann zu ziehen, überfliege ich Webseiten in Scroll-Geschwindigkeit. Dabei nehme ich am besten großflächige Grafiken war, die mit dem Inhalt korrespondieren.

Ich möchte aber keine gekauften Bilder verwenden, wie ich in diesem Artikel getestet habe, sondern eigene Grafiken entwickeln. In einigen Tagen geht es an dieser Stelle weiter …

Eine erfolgreiche WordPress Webseite aufbauen – der Praxisbericht

Eine neue WordPress Webseite oder ein Blog aufbauen ist einfach. Bei vielen Webhostern ist WordPress mit wenigen Klicks installiert, die Auswahl an Themes für WordPress erscheint endlos und mit ein klein wenig Inhaltspflege ist die Seite in wenigen Stunden online.

Wer in die neue WordPress Webseite den Erfolg gleich mit installieren möchte, hat etwas mehr zu tun. Es gibt kein WordPress Plugin oder Theme, dass mit wenigen Klicks garantierten Erfolg mitinstalliert.

Deshalb habe ich einige Aufgaben vor mir. Geplant sind hochwertige Inhalte mit guter Suchmaschinenoptimierung. Dazu möchte ich viele individuelle Funktionen programmieren.

In diesem Artikel dokumentiere ich alle Arbeitsschritte von der Idee bis zur fertigen Webseite. In diesem Zug entstehen auch meine ersten Blogartikel mit weiterführenden Informationen. Ich werde sie hier im Text verlinken.

Zuerst war die Idee

Die Konzeption meiner Webseite in Kurzform

Für meine Arbeit als Freelancer erstelle ich eine neue Webseite. Die Startseite soll als Überblick dienen und mit ein paar eleganten Animationen überzeugen.

Auf den Unterseiten bringe ich meine Leistungen, eine Kontaktmöglichkeit und rechtlich notwendige Texte wie das Impressum unter.

Ein großer Teil der Webseite wird als Blog mit interessanten Artikeln über meine Arbeit und vor allem WordPress-Tipps aufgebaut.

Zuletzt möchte ich die Referenzen aus 25 Jahren Webentwicklung auf meiner Seite unterbringen.

Das passende WordPress Hosting

Die Wahl des richtigen WordPress Hostingpakets hat mich nur kurz beschäftigt. Ich bin mit meinem Hosting-Partner All-Inkl zufrieden. Die 1-Klick-Installation für WordPress funktioniert einwandfrei, SSH und Git sind verfügbar, kostenlose SSL-Zertifikate mit Let’s Encrypt lassen sich bequem installieren. Nicht zuletzt ist der Paketpreis inklusive Domains günstig.

Trotzdem habe ich mir einen Überblick über WordPress Hosting verschafft. Da ich mehrere Blogs betreibe und hoffentlich irgendwann auch mehr Performance benötige, kommt irgendwann ein Performance-Hosting wie Flywheel oder Raidboxes infrage. Dort muss ich mich um viele Dinge wie Varnish, Ngninx und CDN nicht selbst kümmern. Für den Moment reicht All-Inkl völlig aus.

Die Einrichtung bei All-Inkl

Bevor ich WordPress installiere, richte ich die Domain beziehungsweise den Webspace ein. Meine Domain soll auf einen Unterordner zeigen, in dem WordPress seine Dateien installieren kann.

Ich aktiviere außerdem gleich von Anfang an die SSL-Verschlüsselung.

Cover-Test

Die WordPress Installation

Mit der WordPress 1-Klick-Installation von All-Inkl ist dieser Schritt in wenigen Minuten erledigt. Die Installation erfolgt über einen bequemen Assistenten, der auch die benötigte MySQL-Datenbank automatisch anlegt. Da es kein Relaunch ist und derzeit nicht viele Besucher zu erwarten sind, habe ich die Installation bereits auf meiner endgültigen Domain vorgenommen.

Wer bereits eine Webseite hat und einen Relaunch plant, sollte besser eine Subdomain verwenden und die Indexierung für Suchmaschinen abschalten. Die Webseite kann nach Fertigstellung der Webseite auf die Live-Domain übertragen werden. Was beim Relaunch zu beachten ist, lesen Sie in einem eigenen Artikel.

Die Grundkonfiguration von WordPress

Die Grundkonfiguration sollte frühzeitig erfolgen. WordPress funktioniert bereits ohne weitere Einstellungen. Manche nicht sofort vorgenommene Einstellung könnte hingegen später Probleme bereiten oder die Suchmaschinenoptimierung (SEO) negativ beeinflussen.

WordPress Titel und Untertitel

Der erste Schritt ist die Eingabe des Titels und Untertitels der Webseite. Bei vielen WordPress-Seiten wird im Browsertitel und als Alt-Tag für das Logo „Just another WordPress site“ ausgegeben. Dieser kleine Schönheitsfehler bleibt oft von Webseitenbetreibern und Besuchern unbemerkt. Suchmaschinen wie Google nehmen den Untertitel jedoch beim Wort. Es ist eben nur eine weitere WordPress Seite. Von welchem Thema sie handelt bleibt im Verborgenen. Wenn Sie beispielsweise Gebrauchtwagen in München verkaufen, wäre „Gebrauchtwagen aller Marken in München“ eine wesentlich bessere Information. Ich gebe als Titel „Alf Drollinger“ und als Untertitel „Digital Creative Nomad“ ein.

WordPress-Adresse und Website-Adresse

Die WordPress-Adresse (URL) und die Website-Adresse (URL) ändere ich von http:// auf https://. So stelle ich sicher, dass Besucher sofort über SSL mit meinem Webserver kommunizieren und nicht erst versuchen, über die Unverschlüsselte http-Verbindung Kontakt aufzunehmen. Bei mir sind beide Adressen identisch. Sofern Sie WordPress in einen Unterordner installieren, können die beiden URLs bei Ihnen abweichen. Im Artikel WordPress in einen Unterordner installieren erfahren Sie mehr.

WordPress Sprache

Die eingestellte Sprache ändert die Bedienersprache im WordPress-Admin und die an Browser übermittelte Sprachinformation im Quellcode Ihrer Webseite.

Wenn Sie als deutschsprachiger Anwender eine deutschsprachige Webseite erstellen möchten, sollten Sie an dieser Stelle Deutsch einstellen.

Wenn Sie eine englischsprachige Webseite erstellen und trotzdem im Admin auf Deutsch arbeiten möchten, dann sollten Sie hier Englisch einstellen. Ändern Sie zuvor die Sprache in Ihrem Benutzerprofil auf Deutsch, um zu verhindern, dass sich die Sprache im WordPress-Admin für Sie ändert. Die richtige Reihenfolge ist vor allem dann wichtig, wenn Sie der Webseiten-Sprache nicht mächtig sind und noch nicht blind durch den WP-Admin navigieren können.

Passend zur Sprache können Sie die Datums- und Zeitformatierung einstellen.

Wenn Sie eine mehrsprachige WordPress Webseite erstellen möchten, hilft Ihnen der Artikel mehrsprachige WordPress-Seiten erstellen weiter.

Hier gehen die Arbeiten in Kürze weiter! Die nächsten Themen sind vor allem die Struktur Ihres Media-Folders. WordPress nutzt hier standardmäßig einen unpraktikablen Ansatz. Siehe https://www.ctrl.blog/entry/wp-content-uploads.html und https://wordpress.stackexchange.com/questions/256833/why-should-i-use-organize-my-uploads-into-month-and-year-based-folders-option

Permalinks – die WordPress URL-Konfiguration

Die URL-Konfiguration ist ebenfalls eine zeitkritische Angelegenheit. Spätere Änderungen sorgen für tote Links (Deadlinks, auch bekannt als 404-Fehler) und werden von Suchmaschinen gar nicht gerne gesehen.

Startseite erstellen und Statische Homepage einrichten

Siehe https://en.support.wordpress.com/pages/front-page/.

Content First – ich beginne mit den Inhalten

Über den Sinn der Content First Strategie habe ich einen eigenen Artikel geschrieben. Da meine Inhalte viel wichtiger sind, als das Design und die Technik der Webseite, fange ich mit der Inhaltspflege an.

Dazu lege ich zuerst meine Hauptseiten an und fülle die Startseite mit ersten Inhalten.

Die Seiten Impressum und Datenschutz …

Als nächstes schreibe ich einige Artikel. Dabei fallen mir einige Dinge auf, die sich in diesem Arbeitsschritt bereits erledigen lassen:

  • Ich erstelle meine wichtigsten Kategorien und schreibe kurze Beschreibungen.
  • Beim Schreiben der Artikel vergebe ich bereits wichtige Tags.
  • In den Artikeln verwende ich Bilder mit Bildunterschriften, die Bilder sollen mit SEO-optimierten ALT- und Title-Tags versehen werden.
  • Sollen mehrere Bilder angeordnet werden, verwende ich eine Galerie oder ein Bild-Karussell.
  • Für die sinnvolle Darstellung von Quellcode benötige ich noch ein Plugin.

Die WordPress URL-Konfiguration

Die Vorgabe (WELCHE VORGABE) von WordPress ist für viele Blogs nicht die optimale Lösung. URL-Pfade wie https://alf-drollinger.com/2019/05/30/eine-erfolgreiche-wordpress-webseite-aufbauen-der-praxisbericht/ (so sieht der Link zu diesem Artikel aus, wenn keine Konfigurationsänderung gemacht wird) sind auf das Veröffentlichungsdatum bezogen. Viele Blogger möchten aber Artikel im Laufe der Zeit aktualisieren. Die URL suggeriert dem Nutzer aber einen veralteten Artikel. Ändert der Blogger deshalb das Veröffentlichungsdatum, entsteht ein 404-Fehler. Eine bessere Variante wäre also https://alf-drollinger.com/eine-erfolgreiche-wordpress-webseite-aufbauen-der-praxisbericht/. Diese URL ist auch um einiges kürzer. Die URL für die einzelnen Artikel zu ändern ist ohne Plugin nicht möglich und ergibt für diesen Fall keinen Sinn. Einfacher ist die Änderung in der WordPress-Konfiguration.

Hier fehlt noch … URLs, Kommentare, Benutzername, etc. siehe auch https://cyberchimps.com/wordpress-set-homepage/.

Installation meines WordPress Themes

Da mir das TwentyNineteen Theme überhaupt nicht gefällt, installiere ich mein eigenes Starter Theme Dyna.

Ich werde dieses Theme auf meiner Webseite weiterentwickeln. Nach erfolgter Installation sieht meine Webseite schon sehr (ANSTATT SCHON SEHR NUR AUFGERÄUMTER) aufgeräumt aus.

Erstellen eines Child-Themes

Auch wenn ich mein eigenes Theme weiterentwickeln möchte, sollen viele individuelle Anpassungen nicht in dieses Theme wandern. Dyna soll auch auf anderen Webseiten zum Einsatz kommen. Individuelle Änderungen würden diesen Wunsch zunichte machen.

Das Erstellen eines Child-Themes entspricht auch der Vorgehensweise bei gekauften WordPress-Themes.

Das fertige Child-Theme lade ich mit FTP in den /themes-Ordner hoch und aktiviere es danach in WordPress. Jetzt habe ich bei allen Änderungen die Wahl zwischen dem Dyna Theme und meinem individuellen Child-Theme. Ich kann mir also aussuchen, ob die Änderung oder das neue Feature für alle Webseiten gelten soll, die mit dem Dyna Theme laufen oder nur für diese Seite.

Der WordPress Entwickler-Workflow

Von der Wahl des richtigen WordPress Hostings, der Installation eines lokalen Entwicklungsservers und der Aktualisierung der Online-Plattform mit Git. Wer sein WordPress Projekt richtig plant und einrichtet, kann auch in Zukunft einfacher entwickeln. Natürlich kommen viele WordPress Plattformen ohne individuelle Programmierung aus. Ich möchte keine Kompromisse eingehen, deshalb wird meine neue WordPress Webseite individuell entwickelt und umfangreich optimiert.

Alternative sofern kein GIT auf dem Webserver verfügbar: https://wppusher.com/

Suchmaschinen aktiv miteinbeziehen

Obwohl meine Webseite brandneu ist, wird sie bereits in Google gefunden. Ein Vorteil meiner Content First Strategie und der bereits im frühen Stadium öffentlichen Webseite ist die Aufmerksamkeit, die ich bereits von Google bekomme. Deshalb möchte ich in diesem Arbeitsschritt bereits ein klein wenig SEO betreiben.

Zuerst interessiert mich der aktuelle Stand. Wenn ich in Google site:alf-drollinger.com eingebe, sehe ich alle Unterseiten und Blogposts, wie Google sie kennt.

Hier schreibe ich gerade … gleich geht es weiterhttps://www.google.com/search?q=site%3Aalf-drollinger.com

Wie man die Archive optimiert … https://yoast.com/archive-seo/ wird etwas später behandelt.

Matomo Webanalytics installieren

Ich möchte von Anfang an wissen, wer sich auf die neue Webseite verirrt. Neben der verbreiteten Lösung Google Analytics, die vor allem von Datenschützern kritisch gesehen wird, gibt es noch einige andere Web Analytics Lösungen. Ich habe mich für Matomo (ehemals Piwik) entschieden, weil die Daten auf meinem eigenen Server bleiben.

Matomo Webanalytics in WordPress einbinden

Damit Matomo die Besucher zählen kann, muss ein Code-Schnipsel auf der Webseite eingebunden werden. Für WordPress gibt es zwar ein Matomo-Plugin, da ich aber ein eigenes Theme und ein Child-Theme zur Auswahl habe, entscheide ich mich für diesen Weg.

Meiner Meinung nach ist es am Besten, so wenig Plugins wie möglich zu installieren. Viele Plugins schaden der Performance und Sicherheit von WordPress-Installationen. Für Webentwickler ist der beste Code meist selbst geschrieben. Man weiß genau, was der eigene Code macht und kann Probleme schnell lösen, wenn man seinen Code gut dokumentiert (ANSTATT MAN VIELLEICHT ICH?).

Gerade im Moment überlege ich mir, welcher Code in das Dyna-Theme kommen sollte und welcher Code in mein Child-Theme. Gleich geht es weiter …

Impressum, Datenschutz und Cookie-Consent

Da WordPress Kommentare und Matomo ein Cookie auf dem Rechner meiner Besucher speichern (SPEICHERT), wird es höchste Zeit für einen kurzen Abstecher zum Thema Datenschutz. Auch (WEGLASSEN) mein Impressum und die Anbieterkennzeichnung habe ich bisher vernachlässigt. Das hole ich jetzt schleunigst nach.

Weitere Aufgaben folgen:

  • Installation essentieller WordPress Plugins wie Yoast SEO.
  • Mehrsprachigkeit.
  • Das passende Header-Layout.
  • Einbinden des Logos.
  • Ein klein wenig Custom CSS für den Anfang.
  • Google informieren (obwohl ich bereits „drin“ bin)
  • Weitere Arbeiten auf meiner Entwicklungsplattform.
  • Achtung! Erste Besucher kommen. Jetzt verwende ich lieber eine Staging Plattform um neue Funktionen zu testen.
  • Kommentare. Jetzt können Sie mitmachen.
  • Last Update, TL;DR, Progressbar und Lesezeit

Wie meine Webseite ist auch dieser Artikel täglich in Arbeit. Er hört deshalb nicht bei diesem Absatz auf. Schauen Sie einfach in den nächsten Tagen wieder rein, es gibt sicher etwas Neues zu entdecken.

Content First – auf den Inhalt kommt es an

Als Webdesigner, Webentwickler und Autor mit SEO-Ambitionen habe ich über die Jahre eine Menge Projekte gemeinsam mit Werbeagenturen realisiert. Immer wieder kam es dabei zu Problemen, die durch einen falschen Workflow entstanden sind. Deshalb bin ich inzwischen ein großer Fan von Content First.

Content First ist Unsinn, Mobile First ist besser

Um es gleich vorweg zu nehmen. Content First ist nicht der einzige Startpunkt für neue Internetprojekte. Auch Mobile First und User First sind richtig. Das eine schließt die anderen nicht aus.

Typische Fehler durch Content First vermeiden

Das hat doch jeder Internetnutzer schon einmal gesehen. Der Text passt einfach nicht in den Button, die Navigation ist zu lange geraten, bricht an einer denkbar schlechten Stelle um und zerstört das hübsche Weblayout.

Oft sind es mehrsprachige Webseiten, bei denen diese Probleme auftreten. Auch große Webseiten wie Amazon, Microsoft oder Google haben dieses Problem erst im Laufe der Jahre in den Griff bekommen. Mehrsprachigkeit ist eben nicht trivial. „Buy now!“ ist eben kürzer als „Jetzt bestellen!“. Wenn dann noch der Rechtsanwalt mit dem Zusatz „Jetzt zahlungspflichtig bestellen!“ kommt, um den Shop für Deutschland rechtssicher zu bekommen, dann hat der Button endgültig seine Passform verloren.

Dieses Problem könnte Nutzern älterer Windows Versionen schon begegnet sein. Anstatt über den Button hinaus zu schreiben, hat man sich für eine Abkürzung entschieden. Optimal ist die Lösung trotzdem nicht.

Ich brech ab! Problem im Windows UX Design beim Cancel Button.

Nicht nur Mehrsprachigkeit und Rechtssicherheit sind typisch für solche Anzeigefehler. Immer wenn Texter und SEOs in einem vorgefertigten Layout-Rahmen arbeiten sollen, passieren Unfälle dieser Art.

Der alte Workflow und seine Tücken

Das Webdesign steht. Es steht zwar überall „Lorem ipsum dolorem“, der typische Platzhaltertext, aber die Geschäftsleitung ist begeistert. Die Präsentation ist rundum gelungen. Jetzt sind die Webentwickler dran, den Designentwurf in eine funktionierende Webseite umzuwandeln.

Es wird eifrig programmiert. Vor allem der großflächige Teaser soll später Aufmerksamkeit erregen. Auf dem Hintergrundbild, das als Platzhalter verwendet wird räkelt sich ein Model auf der schicken Designercouch. Die Textbox ist geschickt darüber drapiert, ohne das Produkt oder die weibliche Schönheit zu verdecken. Statt Lorem Ipsum hat man inzwischen sogar „Schöne Wohnwelt – Willkommen in Ihrem neuen Zuhause“ als Platzhalter eingesetzt.

Weder lesbar noch vertrauenserweckend. Dieser Fehler kostet Kunden.

Nach vielen Stunden Programmierarbeit ist die neue Webseite fertig. Das behaupten zumindest der Webdesigner und die Webentwickler. Die Textagentur und der Suchmaschinen-Experte sehen das anders. Sie versuchen gerade gemeinsam eine Lösung für ihr Problem zu finden. Denn statt dem wenig aussagekräftigen Platzhaltertext sollen gute Inhalte in die Webseite, die das Suchmaschinenranking unterstützen. Der Fotograf fragt sich zur gleichen Zeit, wie er alle Produktbilder so hinbekommt, dass die Textbox nicht das halbe Produkt verdeckt.

Problem erkannt? Hier kommt die Lösung.

Content First ist die Problemlösung

Zuerst kommt der Inhalt. Schicke animierte Webseite, Online-Shop oder mehrsprachiges Newsportal. Es spielt keine Rolle für welche Art von Projekt eine Neuentwicklung oder ein Relaunch geplant ist. Wer zuerst eine optisch simple Plattform aufsetzt und alle Inhalte dort vereint, spart sich das Ping-Pong Spiel zwischen Texter und Gestaltung. Am besten wäre es, wenn sich die Inhalte nicht auf wenige Beispiele beschränken, sondern alle Artikel, Produkte, Webseiteninhalte und Sprachen bereits vorhanden sind.

Geben Sie Ihrem Webdesigner direkten Zugriff auf diese Plattform und machen Sie die Vereinbarkeit von Design und Inhalten zur dringenden Zielvorgabe.

Lassen Sie den Webentwickler direkt auf Ihrer Content-Plattform arbeiten. Tauchen während der Programmierung des Weblayouts und der Gestaltungselemente Probleme auf, können diese frühzeitig gelöst werden.

Content First, Mobile First und User First

Wenn Webdesigner und Webentwickler mit echten Inhalten arbeiten dürfen, steht auch den beiden Ansätzen Mobile First und User First nichts im Wege. Dazu werde ich in Kürze einen ausführlichen Artikel schreiben.

Content First in der Praxis

Ich selbst habe beschlossen, die Content First Strategie auf meinen Webseiten zu nutzen. Das ist nicht immer einfach, denn während die Gestaltungsideen schon in meinen Fingern jucken und schleunigst aus mir heraus wollen, ist die Erstellung von Inhalten manchmal zäh und langwierig.

Auf dieser Webseite möchte ich trotzdem mindestens 15 Artikel schreiben, nahezu alle Unterseiten, Kategorien, Tags und Projekte mit Textinhalten versehen und jeden Button beschriftet haben, bevor das erste Pixel geschubst wird.

Sieht noch nicht gut aus. Content First Webseite ohne Layout und Design.

Ich werde diesen Prozess in den nächsten Wochen für Sie festhalten. Bereits bei den ersten drei Artikeln wird klar. Die langen Titelzeilen meiner Artikel passen nicht in ein kleines dreispaltiges Layoutsystem. Ich hatte ein entsprechendes Grid geplant. Jetzt ist noch eine gute Zeit, mir etwas besseres einfallen zu lassen:

Blog Grid mit viel zu langen Titelzeilen. Dank Content First frühzeitig erkannt.

Notiz: nach Content kommt nicht immer sofort das Design. Wer den Webentwickler frühzeitig in das Projekt einbezieht, erspart sich eventuell weitere Überraschungen. Beispiele folgen.

WordPress Development Workflows im Überblick

Wer mit WordPress in die Webentwicklung einsteigt, macht sich oftmals wenig Gedanken über seine Arbeitsabläufe. Es ist schließlich ganz einfach, die ersten Anpassungen zu machen:

Konfiguration und Theme Customizer

Viele Änderungen können direkt in WordPress konfiguriert werden. Themes, Plugins, Menüs und Widgets bringen schon einige individuelle Einstellmöglichkeiten. Der Theme Customizer ist ebenfalls eine feine Sache. Je nach Theme können dort Header, Footer, Hintergründe, Farben und Formen angepasst werden. Was nicht mit wenigen Klicks zu ändern ist, kann über das Custom CSS individualisiert werden.

Auf den ersten Blick erscheinen diese Möglichkeiten grenzenlos. Ist die pixelgenaue Umsetzung oder eine Individualentwicklung gefordert, reichen Konfiguration und Theme Customizer dagegen nicht mehr aus.

Der Theme Editor

Der Theme Editor soll den Zugriff auf Theme-Dateien auch ohne FTP oder SSH-Zugriff ermöglichen. Wer aus dem WordPress Admin auf den Menüpunkt Design > Theme Editor klickt wird mit einer Warnmeldung begrüßt. Nicht ohne Grund.

Denn der Theme Editor ist aus mehreren Gründen keine gute Idee. Erstens macht es wenig Sinn, Anpassungen an einem Theme vorzunehmen, die beim nächsten Theme-Update überschrieben werden. Zweitens kann ein unerfahrener WordPress Entwickler die Webseite mit dem Theme Editor abschießen und sich dabei selbst aussperren. Eine kleine Unachtsamkeit im Code reicht aus und WordPress ist ohne direkten Zugang zu den Dateien nicht mehr zu retten.

Wie im Artikel über WordPress Sicherheit (kommt in Kürze) beschrieben, empfehle ich deshalb den Theme Editor ganz abzuschalten.

WordPress Theme Builder

Theme Builder wie Divi oder Elementor sollen diese Limitationen aufheben. Auch ohne jegliche Programmierkenntnisse. Aber diese Möglichkeiten haben einen Preis. Damit ist nicht nur der Kaufpreis eines Theme Builders gemeint, sondern vor allem Themen wie Vendor lock-in, Performance und Security. Im Artikel über WordPress Theme Builder (kommt in Kürze) gehe ich näher darauf ein.

All Magic comes with a price.

Cowboy Coding

Der nächste Schritt, den WordPress Einsteiger in der Regel gehen, ist das sogenannte Cowboy Coding. Die Datei eines Themes oder Plugins wird per FTP heruntergeladen, lokal geändert und dann wieder hochgeladen. Das ist nicht nur ermüdend, sondern vor allem gefährlich. Vergisst man vor der Änderung eine Sicherung der geänderten Dateien anzulegen, wird man nach einiger Zeit eine schmerzhafte Erfahrung machen. Jeder Entwickler hat sich in diesem Moment schon selbst verflucht.

Abgesehen davon ist diese Vorgehensweise zwar für eine kleine Änderung tragfähig. Ein eigenes Plugin oder Theme auf diese Art zu entwickeln, grenzt dagegen an Selbstgeißelung.

Local by Flywheel

Wer vom Cowboy Coding bereits die Nase voll hat, stößt auf seiner Suche nach einer besseren Lösung wahrscheinlich auf Local. Die Lokale Entwicklungsumgebung bringt eine schicke Oberfläche mit, einen Webserver, Datenbankserver, automatische Sicherung und die einfache Bereitstellung auf einen Webserver. Hört sich super an!

Das Problem dabei: die direkte Bereitstellung ist auf das Flywheel Webhosting begrenzt. Auch wenn Flywheel durchaus einen guten Eindruck macht. Das WordPress Hosting bei Flywheel ist teuer und hat einige Limitationen.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie im Artikel WordPress Workflow mit Local by Flywheel.

Eigener WordPress Workflow mit Git

In Kürze wird es an dieser Stelle weitergehen. Bis dahin empfehle ich Ihnen diese Artikel.

Qualitätssicherung

Es wird noch mehrere Artikel zu diesem Thema geben, aber auf die Schnelle einige Links zur fortlaufenden Qualitätssicherung:

Das sind für den Anfang die wichtigsten QS-Tools. Mehr in Kürze …

Die Gestaltung startet ab hier

Im Artikel weiter oben muss ich noch einiges aufräumen. Es ist nicht ganz einfach, die Webseite und mein Theme gleichzeitig mit den Artikeln weiter zu entwickeln. Aber ich bleibe dran. Inzwischen habe ich mein Logo und die Hintergrund auf der Seite aktiviert. Ganz ohne ein Design weitermachen … hmm … kann ich einfach nicht. Das Thema Webdesign ist in einem Extra Artikel zu finden. Einer der nächsten Schritte ist der Sticky Footer