Namensfindung und Domainrecherche

Der eigene Name als Domain ist eine wichtige Angelegenheit. Wer eine Idee zur Marke machen möchte, darf die Überprüfung des Markenregisters, die Domainrecherche und entsprechende Social Media Plattformen nicht vergessen.

Wer nach tagelangem Brainstorming endlich auf den passenden Namen gekommen ist, möchte sicher nicht über eine registrierte Marke oder eine überteuerte Kaufdomain stolpern. Noch schlimmer wäre es allerdings, gar nicht zu stolpern sondern durch ein Abmahnschreiben von der Markenverletzung zu erfahren. In diesem Artikel haben wir alle Tipps zusammengefasst, diese Fehler zu vermeiden.

Namensfindung

Die Kombination von Begriffen, kreative Domains oder einfach ein Kunstwort, das passt. Namensfindung ist nicht immer einfach. Den besten Tipp, den ich geben kann ist Brainstorming. Mit allen involvierten Partnern die Köpfe zusammenstecken und alles zu Papier bringen, was gerade aus einem sprudelt. Dabei sind auch völlig behämmerte Ideen erlaubt.

So ist sind Catch-Life, Fruitlove und Simply Clever entstanden.

Eine andere Alternative ist der reine SEO-Ansatz. Es geht Ihnen weniger darum eine Marke zu erfinden, sondern gefunden zu werden. Auch hier ist ein Brainstorming sinnvoll. Jedoch werden hier keine markigen Begriffe gewählt, sondern die besten Suchbegriffe. Als Unterstützung sollte ein Keywordtool dienen.

So ist der Digital-Nomad-Blog entstanden.

In der Kürze liegt die Würze. Das ist nicht mehr ganz so einfach zu realisieren, da insbesondere kurze Domainnamen häufig schon reserviert sind. Mit etwas Kreativität fällt Ihnen aber doch eine Lösung ein.

So ist DCN.de, Dyna.press, Moox.org bzw. Moox.de entstanden.

Es gibt also verschiedene Ansätze der Namensfindung. Der Name muss zum Produkt passen. Eine passende Domain sollte frei sein und je nachdem, wie wichtig Social Media oder beispielsweise Github sind, sollte sofort geprüft werden, ob der Name noch verfügbar ist.

Gute Begriffe und Synonyme finden Sie übrigens auch im Internet. Die besten Quellen dafür sind:

Wenn gar keine guten Ideen aus dem Nichts entstehen möchten, kann man ein Tool wie Namelix verwenden. Im ersten Schritt werden bei Namelix die Keywords eingegeben. Im zweiten Schritt kann die Generierung von Namen eingestellt werden, so dass entweder ein Kunstwort, ein zusammengesetzter Begriff oder eine andere Variante verwendet werden. Namelix erzeugt daraus eine erschöpfende Auswahl an Markennamen und Logos. Als Inspirationsquelle ist Namelix kostenfrei. Leider funktioniert Namelix nur auf Englisch. Nach einem deutschen Tool suche ich noch. Tipps gerne in den Kommentaren.

Wenn Sie eine Marke samt Logo überzeugt, können Sie das fertige Paket käuflich erwerben. Namelix greift im Hintergrund auf ein Keyword-Tool zu, findet eigentständig Synonyme und erzeugt mithilfe künstlicher Intelligenz Markennamen und Logos.

Die fertigen Logos bei Namelix stammen von Brandmark. Und einige Premium-Marken von Brandbucket. Wer sich spontan in eine Marke verliebt, muss bei Namelix eventuell tief in die Tasche greifen. Premium-Marken inklusive Logo und Domain kosten in manchen Fällen über 30.000 Euro.

Es ist also wesentlich günstiger, bei Namelix und Co. nur Inspiration zu holen und selbst nach Domains zu recherchieren.

Domainrecherche

Domainrecherche ist einfach. Man geht zum Provider seiner Wahl und gibt den Wunschnamen in den Suchschlitz ein. Halt, Stopp. So einfach ist es manchmal eben nicht. Da viele Domains reserviert sind aber nicht genutzt werden, da viele Domainendungen darauf warten von Ihnen entdeckt zu werden und da ein großer Markt an Domainhändlern auf neue Kunden wartet.

Einige besondere Tools zur Domainrecherche:

  • Zeit ist ein nützliches Tool, wenn es darum geht, außergewöhnliche Domains zu finden. Die Domainsuche kombiniert die Eingabe von Programmiercode zur Domain Programmierco.de. Diese Kombinationen passen sicherlich nicht zu jedem Produkt, bringen aber möglicherweise neue Inspiration ins Spiel.
  • Sedo ist der größte Domainmarktplatz. Von Domains für ein paar Euro bis zu Top-Domains für mehrere Millionen Euro.

Günstig Domains registrieren

Natürlich sollten Sie Domains bevorzugt bei Ihrem Webhosting-Provider registrieren. Oft sind Domains in Ihrem Hosting-Paket enthalten. Auch die Domainkonnektierung, also die Verbindung zwischen Domain und Webseite ist dort einfach. Falls aber die gewünschte Domainendung dort nicht verfügbar oder zu teuer ist, empfehle ich folgende Anbieter für internationale Domains:

  • United Domains bietet zwar nahezu alle Domainendungen an, ist aber relativ teuer.
  • Domain.com hat auch eine Große Auswahl an Toplevel-Domains, ist preislich im Mittelfeld.
  • 1&1 Ionos ist im ersten Jahr günstig, ab dem zweiten Jahr aber extrem teuer.
  • Netcup hat nicht so viel Auswahl, ist bei den gängigen Domains wie .de und .com aber sehr günstig.
  • Weitere Domainanbieter recherchiere ich aktuell noch. Einen guten Vergleich aktueller Domain-Angebote finden Sie unter https://www.hosttest.de/vergleich/domains.html

Namen in Sozialen Netzwerken prüfen

Ist Ihr Name auch bei Facebook, Instagram, Twitter oder Youtube noch verfügbar? Handelt es sich um ein Open Source Projekt, das bei Github untergebracht werden soll? Prüfen Sie auch, ob Ihre neue Marke noch frei ist.

Der Markencheck

Vermeiden Sie, mit einer bestehenden Marke in Konflikt zu geraten und halten Sie sich die Möglichkeit offen, selbst eine Marke zu registrieren.

  • Deutschland – eigener Artikel in Kürze
  • EU, Europa – eigener Artikel in Kürze
  • International – eigener Artikel in Kürze

Domains überwachen

Ihre Domain ist registriert, steht zum Verkauf oder scheint ungenutzt zu sein. Dann können Sie natürlich ein Gebot abgeben. Erscheint Ihnen der Preis zu teuer, kommt keine Antwort oder ist Ihnen der Name nicht wichtig genug, Geld dafür zu investieren. Dann können Sie die Domain auch überwachen.

  • Domain Watch kann Domains mit den Endungen .com, .org, .biz, .us, .net, .info und .ca überwachen. Die Anmeldung ist kostenlos. Sofern sich der Status einer Domain ändert, schickt Domain Watch eine E-Mail. Das hoffe ich jedenfalls, weil ich noch keine bekommen habe.
  • Domain Hole muss ich noch testen, kostenloser A
  • ExpiredDomains.net / Peew.de muss ich noch testen
  • DomCop ist ein spezielles Tool, um Domains zu finden, die über ein gutes Suchmaschinenranking verfügen und auf denen jede Menge Traffic ist. DomCop kostet dafür ganz schön viel Geld.
  • ExpiredDomains.de ist eine Plattform, auf der Expired Domains nach Thema und Sprache sortiert zum Kauf angeboten werden. Nicht mit Sedo vergleichbar, aber eher ein Marktplatz als ein Überwachungstool für Domains.
  • ExpiredDomains.io hat eine Menge Metriken und Infos. Mehr muss ich noch testen.
  • Godaddy hat anscheinend einen Registrierungsservice für Domains, die sich noch im Status Registriert befinden. Den muss ich noch finden.

Mehr über den SEO-Trick mit Expired Domains unter https://www.ranksider.de/talk/seo-trick-expired-domains