Eine erfolgreiche WordPress Webseite aufbauen – der Praxisbericht

Eine neue WordPress Webseite oder ein Blog aufbauen ist einfach. Bei vielen Webhostern ist WordPress mit wenigen Klicks installiert, die Auswahl an Themes für WordPress erscheint endlos und mit ein klein wenig Inhaltspflege ist die Seite in wenigen Stunden online.

Wer in die neue WordPress Webseite den Erfolg gleich mit installieren möchte, hat etwas mehr zu tun. Es gibt kein WordPress Plugin oder Theme, dass mit wenigen Klicks garantierten Erfolg mitinstalliert.

Deshalb habe ich einige Aufgaben vor mir. Geplant sind hochwertige Inhalte mit guter Suchmaschinenoptimierung. Dazu möchte ich viele individuelle Funktionen programmieren.

In diesem Artikel dokumentiere ich alle Arbeitsschritte von der Idee bis zur fertigen Webseite. In diesem Zug entstehen auch meine ersten Blogartikel mit weiterführenden Informationen. Ich werde sie hier im Text verlinken.

Zuerst war die Idee

Die Konzeption meiner Webseite in Kurzform

Für meine Arbeit als Freelancer erstelle ich eine neue Webseite. Die Startseite soll als Überblick dienen und mit ein paar eleganten Animationen überzeugen.

Auf den Unterseiten bringe ich meine Leistungen, eine Kontaktmöglichkeit und rechtlich notwendige Texte wie das Impressum unter.

Ein großer Teil der Webseite wird als Blog mit interessanten Artikeln über meine Arbeit und vor allem WordPress-Tipps aufgebaut.

Zuletzt möchte ich die Referenzen aus 25 Jahren Webentwicklung auf meiner Seite unterbringen.

Das passende WordPress Hosting

Die Wahl des richtigen WordPress Hostingpakets hat mich nur kurz beschäftigt. Ich bin mit meinem Hosting-Partner All-Inkl zufrieden. Die 1-Klick-Installation für WordPress funktioniert einwandfrei, SSH und Git sind verfügbar, kostenlose SSL-Zertifikate mit Let’s Encrypt lassen sich bequem installieren. Nicht zuletzt ist der Paketpreis inklusive Domains günstig.

Trotzdem habe ich mir einen Überblick über WordPress Hosting verschafft. Da ich mehrere Blogs betreibe und hoffentlich irgendwann auch mehr Performance benötige, kommt irgendwann ein Performance-Hosting wie Flywheel oder Raidboxes infrage. Dort muss ich mich um viele Dinge wie Varnish, Ngninx und CDN nicht selbst kümmern. Für den Moment reicht All-Inkl völlig aus.

Die Einrichtung bei All-Inkl

Bevor ich WordPress installiere, richte ich die Domain beziehungsweise den Webspace ein. Meine Domain soll auf einen Unterordner zeigen, in dem WordPress seine Dateien installieren kann.

Ich aktiviere außerdem gleich von Anfang an die SSL-Verschlüsselung.

Cover-Test

Die WordPress Installation

Mit der WordPress 1-Klick-Installation von All-Inkl ist dieser Schritt in wenigen Minuten erledigt. Die Installation erfolgt über einen bequemen Assistenten, der auch die benötigte MySQL-Datenbank automatisch anlegt. Da es kein Relaunch ist und derzeit nicht viele Besucher zu erwarten sind, habe ich die Installation bereits auf meiner endgültigen Domain vorgenommen.

Wer bereits eine Webseite hat und einen Relaunch plant, sollte besser eine Subdomain verwenden und die Indexierung für Suchmaschinen abschalten. Die Webseite kann nach Fertigstellung der Webseite auf die Live-Domain übertragen werden. Was beim Relaunch zu beachten ist, lesen Sie in einem eigenen Artikel.

Die Grundkonfiguration von WordPress

Die Grundkonfiguration sollte frühzeitig erfolgen. WordPress funktioniert bereits ohne weitere Einstellungen. Manche nicht sofort vorgenommene Einstellung könnte hingegen später Probleme bereiten oder die Suchmaschinenoptimierung (SEO) negativ beeinflussen.

WordPress Titel und Untertitel

Der erste Schritt ist die Eingabe des Titels und Untertitels der Webseite. Bei vielen WordPress-Seiten wird im Browsertitel und als Alt-Tag für das Logo „Just another WordPress site“ ausgegeben. Dieser kleine Schönheitsfehler bleibt oft von Webseitenbetreibern und Besuchern unbemerkt. Suchmaschinen wie Google nehmen den Untertitel jedoch beim Wort. Es ist eben nur eine weitere WordPress Seite. Von welchem Thema sie handelt bleibt im Verborgenen. Wenn Sie beispielsweise Gebrauchtwagen in München verkaufen, wäre „Gebrauchtwagen aller Marken in München“ eine wesentlich bessere Information. Ich gebe als Titel „Alf Drollinger“ und als Untertitel „Digital Creative Nomad“ ein.

WordPress-Adresse und Website-Adresse

Die WordPress-Adresse (URL) und die Website-Adresse (URL) ändere ich von http:// auf https://. So stelle ich sicher, dass Besucher sofort über SSL mit meinem Webserver kommunizieren und nicht erst versuchen, über die Unverschlüsselte http-Verbindung Kontakt aufzunehmen. Bei mir sind beide Adressen identisch. Sofern Sie WordPress in einen Unterordner installieren, können die beiden URLs bei Ihnen abweichen. Im Artikel WordPress in einen Unterordner installieren erfahren Sie mehr.

WordPress Sprache

Die eingestellte Sprache ändert die Bedienersprache im WordPress-Admin und die an Browser übermittelte Sprachinformation im Quellcode Ihrer Webseite.

Wenn Sie als deutschsprachiger Anwender eine deutschsprachige Webseite erstellen möchten, sollten Sie an dieser Stelle Deutsch einstellen.

Wenn Sie eine englischsprachige Webseite erstellen und trotzdem im Admin auf Deutsch arbeiten möchten, dann sollten Sie hier Englisch einstellen. Ändern Sie zuvor die Sprache in Ihrem Benutzerprofil auf Deutsch, um zu verhindern, dass sich die Sprache im WordPress-Admin für Sie ändert. Die richtige Reihenfolge ist vor allem dann wichtig, wenn Sie der Webseiten-Sprache nicht mächtig sind und noch nicht blind durch den WP-Admin navigieren können.

Passend zur Sprache können Sie die Datums- und Zeitformatierung einstellen.

Wenn Sie eine mehrsprachige WordPress Webseite erstellen möchten, hilft Ihnen der Artikel mehrsprachige WordPress-Seiten erstellen weiter.

Hier gehen die Arbeiten in Kürze weiter! Die nächsten Themen sind vor allem die Struktur Ihres Media-Folders. WordPress nutzt hier standardmäßig einen unpraktikablen Ansatz. Siehe https://www.ctrl.blog/entry/wp-content-uploads.html und https://wordpress.stackexchange.com/questions/256833/why-should-i-use-organize-my-uploads-into-month-and-year-based-folders-option

Permalinks – die WordPress URL-Konfiguration

Die URL-Konfiguration ist ebenfalls eine zeitkritische Angelegenheit. Spätere Änderungen sorgen für tote Links (Deadlinks, auch bekannt als 404-Fehler) und werden von Suchmaschinen gar nicht gerne gesehen.

Startseite erstellen und Statische Homepage einrichten

Siehe https://en.support.wordpress.com/pages/front-page/.

Content First – ich beginne mit den Inhalten

Über den Sinn der Content First Strategie habe ich einen eigenen Artikel geschrieben. Da meine Inhalte viel wichtiger sind, als das Design und die Technik der Webseite, fange ich mit der Inhaltspflege an.

Dazu lege ich zuerst meine Hauptseiten an und fülle die Startseite mit ersten Inhalten.

Die Seiten Impressum und Datenschutz …

Als nächstes schreibe ich einige Artikel. Dabei fallen mir einige Dinge auf, die sich in diesem Arbeitsschritt bereits erledigen lassen:

  • Ich erstelle meine wichtigsten Kategorien und schreibe kurze Beschreibungen.
  • Beim Schreiben der Artikel vergebe ich bereits wichtige Tags.
  • In den Artikeln verwende ich Bilder mit Bildunterschriften, die Bilder sollen mit SEO-optimierten ALT- und Title-Tags versehen werden.
  • Sollen mehrere Bilder angeordnet werden, verwende ich eine Galerie oder ein Bild-Karussell.
  • Für die sinnvolle Darstellung von Quellcode benötige ich noch ein Plugin.

Die WordPress URL-Konfiguration

Die Vorgabe (WELCHE VORGABE) von WordPress ist für viele Blogs nicht die optimale Lösung. URL-Pfade wie https://alf-drollinger.com/2019/05/30/eine-erfolgreiche-wordpress-webseite-aufbauen-der-praxisbericht/ (so sieht der Link zu diesem Artikel aus, wenn keine Konfigurationsänderung gemacht wird) sind auf das Veröffentlichungsdatum bezogen. Viele Blogger möchten aber Artikel im Laufe der Zeit aktualisieren. Die URL suggeriert dem Nutzer aber einen veralteten Artikel. Ändert der Blogger deshalb das Veröffentlichungsdatum, entsteht ein 404-Fehler. Eine bessere Variante wäre also https://alf-drollinger.com/eine-erfolgreiche-wordpress-webseite-aufbauen-der-praxisbericht/. Diese URL ist auch um einiges kürzer. Die URL für die einzelnen Artikel zu ändern ist ohne Plugin nicht möglich und ergibt für diesen Fall keinen Sinn. Einfacher ist die Änderung in der WordPress-Konfiguration.

Hier fehlt noch … URLs, Kommentare, Benutzername, etc. siehe auch https://cyberchimps.com/wordpress-set-homepage/.

Installation meines WordPress Themes

Da mir das TwentyNineteen Theme überhaupt nicht gefällt, installiere ich mein eigenes Starter Theme Dyna.

Ich werde dieses Theme auf meiner Webseite weiterentwickeln. Nach erfolgter Installation sieht meine Webseite schon sehr (ANSTATT SCHON SEHR NUR AUFGERÄUMTER) aufgeräumt aus.

Erstellen eines Child-Themes

Auch wenn ich mein eigenes Theme weiterentwickeln möchte, sollen viele individuelle Anpassungen nicht in dieses Theme wandern. Dyna soll auch auf anderen Webseiten zum Einsatz kommen. Individuelle Änderungen würden diesen Wunsch zunichte machen.

Das Erstellen eines Child-Themes entspricht auch der Vorgehensweise bei gekauften WordPress-Themes.

Das fertige Child-Theme lade ich mit FTP in den /themes-Ordner hoch und aktiviere es danach in WordPress. Jetzt habe ich bei allen Änderungen die Wahl zwischen dem Dyna Theme und meinem individuellen Child-Theme. Ich kann mir also aussuchen, ob die Änderung oder das neue Feature für alle Webseiten gelten soll, die mit dem Dyna Theme laufen oder nur für diese Seite.

Der WordPress Entwickler-Workflow

Von der Wahl des richtigen WordPress Hostings, der Installation eines lokalen Entwicklungsservers und der Aktualisierung der Online-Plattform mit Git. Wer sein WordPress Projekt richtig plant und einrichtet, kann auch in Zukunft einfacher entwickeln. Natürlich kommen viele WordPress Plattformen ohne individuelle Programmierung aus. Ich möchte keine Kompromisse eingehen, deshalb wird meine neue WordPress Webseite individuell entwickelt und umfangreich optimiert.

Alternative sofern kein GIT auf dem Webserver verfügbar: https://wppusher.com/

Suchmaschinen aktiv miteinbeziehen

Obwohl meine Webseite brandneu ist, wird sie bereits in Google gefunden. Ein Vorteil meiner Content First Strategie und der bereits im frühen Stadium öffentlichen Webseite ist die Aufmerksamkeit, die ich bereits von Google bekomme. Deshalb möchte ich in diesem Arbeitsschritt bereits ein klein wenig SEO betreiben.

Zuerst interessiert mich der aktuelle Stand. Wenn ich in Google site:alf-drollinger.com eingebe, sehe ich alle Unterseiten und Blogposts, wie Google sie kennt.

Hier schreibe ich gerade … gleich geht es weiterhttps://www.google.com/search?q=site%3Aalf-drollinger.com

Wie man die Archive optimiert … https://yoast.com/archive-seo/ wird etwas später behandelt.

Matomo Webanalytics installieren

Ich möchte von Anfang an wissen, wer sich auf die neue Webseite verirrt. Neben der verbreiteten Lösung Google Analytics, die vor allem von Datenschützern kritisch gesehen wird, gibt es noch einige andere Web Analytics Lösungen. Ich habe mich für Matomo (ehemals Piwik) entschieden, weil die Daten auf meinem eigenen Server bleiben.

Matomo Webanalytics in WordPress einbinden

Damit Matomo die Besucher zählen kann, muss ein Code-Schnipsel auf der Webseite eingebunden werden. Für WordPress gibt es zwar ein Matomo-Plugin, da ich aber ein eigenes Theme und ein Child-Theme zur Auswahl habe, entscheide ich mich für diesen Weg.

Meiner Meinung nach ist es am Besten, so wenig Plugins wie möglich zu installieren. Viele Plugins schaden der Performance und Sicherheit von WordPress-Installationen. Für Webentwickler ist der beste Code meist selbst geschrieben. Man weiß genau, was der eigene Code macht und kann Probleme schnell lösen, wenn man seinen Code gut dokumentiert (ANSTATT MAN VIELLEICHT ICH?).

Gerade im Moment überlege ich mir, welcher Code in das Dyna-Theme kommen sollte und welcher Code in mein Child-Theme. Gleich geht es weiter …

Impressum, Datenschutz und Cookie-Consent

Da WordPress Kommentare und Matomo ein Cookie auf dem Rechner meiner Besucher speichern (SPEICHERT), wird es höchste Zeit für einen kurzen Abstecher zum Thema Datenschutz. Auch (WEGLASSEN) mein Impressum und die Anbieterkennzeichnung habe ich bisher vernachlässigt. Das hole ich jetzt schleunigst nach.

Weitere Aufgaben folgen:

  • Installation essentieller WordPress Plugins wie Yoast SEO.
  • Mehrsprachigkeit.
  • Das passende Header-Layout.
  • Einbinden des Logos.
  • Ein klein wenig Custom CSS für den Anfang.
  • Google informieren (obwohl ich bereits „drin“ bin)
  • Weitere Arbeiten auf meiner Entwicklungsplattform.
  • Achtung! Erste Besucher kommen. Jetzt verwende ich lieber eine Staging Plattform um neue Funktionen zu testen.
  • Kommentare. Jetzt können Sie mitmachen.
  • Last Update, TL;DR, Progressbar und Lesezeit

Wie meine Webseite ist auch dieser Artikel täglich in Arbeit. Er hört deshalb nicht bei diesem Absatz auf. Schauen Sie einfach in den nächsten Tagen wieder rein, es gibt sicher etwas Neues zu entdecken.